Teil 1
1.1. Allgemeine Beschreibung
YAPS ist ein Programm zum Versenden von SMS mit Hilfe eines Modems oder einer ISDN-Karte.
Die Nachrichten werden an die SMS-Einwahlnummern der Service-Provider (D1, D2, E+ usw.)
übermittelt.
Hier sollte man nun versuchen einen call-by-call-Provider mit sekundengenauer
Abrechnung "zwischenzuschalten", der die SMS-Einwahlnummer nicht gesperrt hat. So kostete
dann eine SMS ca. 3 bis 9 Cent!!!
Einen solchen habe ich unter der Nummer 0190082 (lightTalk, 22,5 ct/min, Takt 1/1 s, keine Einwahlgebühr)
gefunden [Stand: 08.06.2003].
Stand 14.11.2003:
Zur Zeit ist mir leider kein sekundengenauer Provider mehr bekannt, der die Anwahl der
SMS-Servicecenter zuläßt. Solltet Ihr einen solchen finden wäre ich für eine
Information sehr dankbar.
Nachdem man ein paar Kleinigkeiten konfiguriert hat gibt man einfach auf der Kommandozeile
folgendes ein: 'yaps 0170deineNummer "Das ist der Text"'. Daraufhin baut das Programm eine
Verbindung zum entsprechenden Provider auf und Versendet Deine Nachricht.
Yaps bietet so einige kleine Nettigkeiten - u.a.:
- Nachrichten-Versand an
Squix, Scall, Telmi, Pager, Cityruf, D1, D2, E-Plus und O-2
- Konfiguration über Text-Datei
- Unterstützung für Modems und/oder ISDN-Karten
- für verschiedene Dienste verschiedene Modems konfigurierbar
- Kostenanzeige mit einstellbaren Zeitfenstern (timetable)
- log-File und einstellbares debug-level zur Fehlersuche
- Verwendung von Alias-Namen (werden in der Konfig.-Datei hinterlegt)
- Einbinden externer Text-Dateien als Quelle für Konfigurationsoptionen
Zur Installation kann ich nichts weiter berichten, da ich das Programm mit SuSE 6.x-7.X
automatisch mitinstalliert habe und so nur noch die Konfig-Datei anpassen brauchte.
Die Konfiguration wird normalerweise in der Datei: "/etc/yaps.rc" durchgeführt.
Mit der Kommandozeilenoption "-C [Datei-Name]" kann man auch eine andere Datei als
Konfigurationsdatei angeben. Wie allgemein unter Linux gang und gebe überschreiben die
auf der Kommandozeile mitgegebenen Optionen immer die in der/den Konfigurationsdatei(en)
vorgegebenen Werte.
Die Konfigurationsdatei gliedert sich in mehrere Sektionen ähnlich den INI-Dateien in
Windows. Jede Sektion (außer die globale) wird mit mit eckigen Klammern eingeleitet.
Z.Bsp. "[service_d1]".
Der Einfachheit halber habe ich hier die gut
kommentierte originale 'yaps.rc' und hier
die an meine Bedürfnisse (ich benutze ISDN) angepasste 'yaps.rc'. Squix, Scall und
Pager konnte ich noch nicht probieren, darum mailt mir doch mal Eure Erfahrungen.
Das beste ist diese Dateien durchzusehen und dann mal zu probieren (aber denkt an die
Kosten ;-(( ).
An dieser Stelle vielen Dank an Ralf Sörgel aus Lengerich. Er
hat meinen Aufruf ernst genommen und den Service [Cityruf]
ausprobiert und die von ihm verwendeten Konfigurationsoptionen der Allgemeinheit zur
Verfügung gestellt. Diese Optionen habe ich in meiner
angepassten 'yaps.rc' schon mit
eingebaut.
Am Ende der Konfigurations-Datei 'yaps.rc' befindet sich der Abschnitt
[alias] zum
Verwenden von "Alias-Namen" anstatt der Rufnummern. Der
zugrundeliegende Aufbau dieses Abschnittes ist genauso wie bei allen anderen.
In jeder Zeile steht ein Schlüssel-Wert-Paar mit Leerzeichen
oder Tabulatoren als Trenner. Zuerst wird der Name angegeben und danach die Rufnummer.
Hat man hier z.B. eingegeben:
test-user1 01709999999
kann man an diesen "test-user1" eine SMS senden indem man folgendes auf der Kommandozeile
eingibt:
yaps test-user1 "Mein Text an diesen ..."
Um nun diese Alias-Definition zu vereinfachen und evtl. an andere User oder Mitarbeiter
zu delegieren oder sie über einen alternativen Weg zu pflegen (Web-/CGI-Schnittstelle)
besteht die Möglichkeit den Inhalt externer Dateien einzubinden.
Mit dem Parameter "|" (senkrechter Strich) am Anfang einer Zeile
wird das dahinterstehende als (Pfad)/Dateiname interpretiert. Zum Beispiel:
|/etc/yaps-alias.txt
bindet den Inhalt der Datei "yaps-alias.txt" im Pfad
"/etc" an dieser Stelle der Konfigurationsdatei ein. Die in
dieser Datei stehenden Werte werden vor bzw. während des Ausführen eines Befehls
als Einträge dieser Sektion verwendet. In meiner oben schon einmal angeführten
'yaps.rc'-Datei verwende ich diese Option. Die dort angegebene Datei
'/etc/yaps-alias.txt' könnt ihr
hier als Beispiel herunterladen.
Dies ist wieder die passende Stelle für eine Aufforderung an alle die etwas mit Perl,
PHP oder ähnlichen Programmiersprachen für Weboberflächen herumbasteln. Programmiert eine
Web-Schnittstelle zur Bearbeitung der yaps-Alias-Datei. Zusätzlich sollte dann die von
mir angepasste Webschnittstelle
(siehe tip_yaps_02.html) diese Datei für
die Erstellung ihre Pulldown-Menüs verwenden. Ich freue mich schon darauf von euch zu
hören und hier etwas neues vorstellen zu können.
Da ich mal in einer PC-Zeitung von einem Perl-Modul gelesen habe mit dem man kleine
einfache Server-Anwendungen schreiben kann, geistert mir die Idee einer Erweiterung
zu einem Client-Server-Programm mittels eines Perl-Scriptes im Kopf herum. Da ich aber
immer mehr "Rosinen" im Kopf habe, als Zeit zu deren Umsetzung, wird das wohl noch
ein paar "Jährchen" dauern.
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